Di 09.12.2003 08:37 - Ein besonderer Besuch in Marburg
Ein wunderschöne Nikolaussamstag

Als Mitglied im Eisenacher Städtepartnerschaftsverein möchte ich mich bei allen Organisatoren aus Eisenach und Marburg für die sehr gelungene Nikolausfahrt in unsere Partnerstadt Marburg bedanken und die Gelegenheit nutzen, einige Gedanken zu äußern.
Unser Städtepartnerschaftsverein hat es sich u.a. zum Ziel gesetzt, ehrenamtlich die Kontakte der Bürger Eisenachs mit den Bürgern seiner Partnerstädte zu organisieren und zu pflegen und damit auch die Stadt Eisenach zu repräsentieren.
So kam der Vorstand auf die Idee, den Jahresabschluss einmal etwas anders zu gestalten und die Partnerstadt Marburg zu besuchen. Für den Preis von 12,50 Euro bekamen 32 Mitglieder und Freunde des Vereins einfach Großartiges geboten. Schon auf der Fahrt nach Marburg wurden wir im Bus mit Kaffe und Stollen versorgt.
Begrüßt wurden wir in Marburg von Vertretern aller Stadtteilgemeinden, die unser Vorstand erst kürzlich aus Anlass des 50 - jährigen Jubiläums der Marburger Stadtteilpartnerschaften kennen gelernt hatte.
Zum köstlichen Kaffeetrinken im Gemeindehaus der Oberstadt wurden wir vom dortigen Vorsitzenden und von Stadtratsmitgliedern auf das herzlichste begrüßt. Man konnte die Offenheit und Freude, mit der wir dort aufgenommen wurden in jedem Wort, mit jeder Geste spüren.
Dann begann das Programm erst richtig. Wir wanderten zum Adventsmarkt vor dem Marburger Rathaus und genossen die erste Glühweinprobe, welche ob des doch kalten Wetters sehr wohltuend wirkte.
Welche Gedanken sich die Marburger Freunde für unseren Besuch machten, sahen wir daran, dass uns Eisenacher wie selbstverständlich um 18:00 Uhr der Marburger Oberbürgermeister, Herr Möller, im Rathaus begrüßte. Dort bekam eine Uhr, welche unser Verein speziell für unsere Partnerstädte anfertigen lies und die den Stadtteilgemeinden Marburgs anlässlich des 3. Oktobers in Eisenach als Geschenk des Städtepartnerschaftsvereins überreicht wurde, ihren Ehrenplatz im Ratszimmer des Magistrates. Für Technikfreunde gab es dann noch eine ganz besondere Überraschung: im Rathausturm konnten wir das Uhrwerk der Rathausuhr aus dem 19. Jahrhundert bewundern. Dies sahen übrigens auch einige Marburger das erste mal.
Weiter ging es zum Weihnachtsmarkt rund um die Elisabethenkirche. Dort sahen wir uns eine mobile Ausstellung über Elisabethenkirchen aus aller Welt an. Interessant ist, dass es über 8000 bisher bekannte Kirchen mit dem Namen der heiligen Elisabeth gibt.
Die zweite Glühweinprobe lies übrigens auch nicht mehr lange auf sich warten und tat, wen wundert’s, auch diesmal sehr gut. Zeit zum bummeln über den Weihnachtsmarkt gab es auch bis es dann per Bus zum Gemeindehaus der Ortenberggemeinde ging.
Hier waren wir zum gemeinsamen Abendessen eingeladen und verbrachten noch einige Stunden mit den Marburger Freunden. Ganz nebenbei lernten wir auch die Geschichte des Marburger Stadtwächters und des namensgleichen Likörs kennen, die uns Teddy im historischen Kostüm originell zu erzählen wusste.
Der Tag in Marburg machte mir sehr bewusst, dass es neben den offiziellen Beziehungen zwischen Eisenach und seinen Partnerstädten eine äußerst lebendige Partnerschaft zwischen den Bürgern der Partnerstädte gibt und ich meine, darauf kommt es in erster Linie an.

Udo Becker

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